Die Entwicklung der elektrischen Reizgeräte vom Teletaktprinzip hat für die Ausbildung von Hunden neue Möglichkeiten eröffnet. Gleichzeitig besteht wie bei anderen technischen Hilfsmitteln die Gefahr tierquälerischen Mißbrauchs.
Diese Geräte geben die Möglichkeit, dosiert auf den Hund über Distanz einzuwirken. Bei sachgerechter Anwendung ist es das mildeste unter den möglichen Mitteln und hat einen nachhaltigen Lerneffekt.
Bei sachkundiger Anwendung erfolgt der elektrische Reiz im Moment des Fehlverhaltens, er kann durch im Sinne der Ausbildung richtiges Verhalten vom Hund vermieden werden.
Die Anwendung elektrischer Reizgeräte setzt eine einfühlsame, auf das Wesen des Hundes abgestellte Erziehung voraus. Die Erziehung in natürlichen Konfliktsituationen kann ergänzt und die Korrektur von Fehlverhalten ermöglicht werden.
Für Hunde, die sich der positiven Einwirkung entziehen, und für die Triebreize größer sind als mögliche Belobigungen, können existentielle Ergebnisse erzielt werden.
Ursachen für Fehlverhalten müssen ermittelt und beseitigt werden.
Die gezielte, sachkundige Anwendung ist oft die einzige Möglichkeit, die Integration von Hunden in der Zivilisation dauerhaft zu erreichen und ein lebenslängliches Eingesperrtsein oder drohende Euthanasie abzuwenden.
Unsachgemäßer Umgang hat nachteilige Auswirkungen auf den Hund. Anwender müssen über die erforderliche Sachkunde sowie persönliche Eignung verfügen und diese bei einer staatlichen Behörde nachweisen.
Anwendungsgebiete können sein
Ausbildung von Diensthunden
Ausbildung von Jagdgebrauchshunden
Ausbildung anderer Gebrauchshunde
Umerziehung von Begleit- und Familienhunden
Für die einzelnen Anwendungsbereiche sind die Anwendungen zu präzisieren.
An die Geräte müssen standardisierte technische Anforderungen gestellt werden. Geräte, die die Bedingungen nicht erfüllen, sollten auf dem Markt nicht zugelassen werden.